Aus­stel­lung "drau­ßen − Land­schaf­ten der glo­ba­len Ver­städ­te­rung", 09.06.18−17.02.19

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Die Aus­stel­lung drau­ßen − Land­schaf­ten der glo­ba­len Ver­städ­te­rung von Chris­ti­an Werth­mann und Jörg Rekitt­ke vom Insti­tut für Land­schafts­ar­chi­tek­tur der Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver, Regi­ne Kel­ler (Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Mün­chen) und Undi­ne Gise­ke (Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Ber­lin) kann ab dem 09. Juni im Muse­um Schloss Her­ren­hau­sen besucht wer­den.

Lang ist es her, dass hoch­an­ge­se­he­ne Gar­ten­künst­ler exklu­si­ve Park­an­la­gen für eine pri­vi­le­gier­te Min­der­heit schu­fen. Heut­zu­ta­ge set­zen Land­schafts­ar­chi­tek­ten als die Nach­kom­men der könig­li­chen Hof­gärt­ner ihre Kräf­te für Grün- und Frei­räu­me ein, die für alle — auch unter­pri­vi­le­gier­te Gesell­schafts­schich­ten — zugäng­lich und nutz­bar sind. Auf wel­che Situa­tio­nen Land­schafts­ar­chi­tek­ten sto­ßen, wenn sie sich glo­bal enga­gie­ren und sich den Her­aus­for­de­run­gen der welt­wei­ten Ver­städ­te­rung, den Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels und wach­sen­der sozia­ler Ungleich­heit stel­len, ist The­ma die­ser Aus­stel­lung.
Wer — in die­sem Fall — im Muse­um Schloss Her­ren­hau­sen ein Spek­ta­kel zeit­ge­nös­si­scher Gar­ten­kunst erwar­tet, wird ent­täuscht wer­den. Die Mehr­zahl der wach­sen­den Städ­te ent­zie­hen sich Begrü­nungs- und Ver­schö­ne­rungs­mo­del­len west­li­cher Art. Die­se Wachs­tums­zo­nen erschei­nen, von außen betrach­tet, abwei­send und rau, doch sind sie der Aus­gangs­punkt einer neu­ar­ti­gen urba­nen Gesell­schaft. Für Land­schafts­ar­chi­tek­ten geht es dort „drau­ßen“ dar­um, sich ein bes­se­res Ver­ständ­nis der Orte und Men­schen zu erar­bei­ten, um dann in einem zwei­ten Schritt Ver­bes­se­run­gen der Lebens­um­wel­ten erdenken und ent­wi­ckeln zu kön­nen.

Casa­blan­ca, Foto: Jut­ta Heng­lein-Bildau

 

Medel­lín, Foto: Mar­cus Han­ke, Insti­tut für Land­schafts­ar­chi­tek­tur, Leib­niz Uni­ver­si­tät Han­no­ver

 

 

 

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